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Wenig bekannte Abteien und verlassene Ortschaften in Ligurien

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Wenig bekannte Abteien und verlassene Ortschaften in Ligurien Ligurien ist mehr als die Küstenstädte Portofino oder Cinque Terre. Hinter den touristischen Hotspots liegen Orte, die fast vergessen wirken: alte Abteien, die kaum noch besucht werden, und Dörfer, die der Zeit trotzen, während die Bevölkerung schrumpft. Wer sich abseits der üblichen Pfade bewegt, findet Spuren einer Vergangenheit, die vom Klosterleben, der Landwirtschaft und dem Abwandern in die Städte erzählt. Verborgene Abteien: stille Zeugen der Geschichte Die Abteien Liguriens sind oft klein, unscheinbar und leicht zu übersehen. Beispiele dafür sind: Abbazia di San Fruttuoso : Zwar bekannt, aber nur per Boot oder langer Wanderung erreichbar. Gegründet im 10. Jahrhundert, diente sie als Rückzugsort für Mönche, Piraten und Reisende. Abbazia di Sant’Andrea di Vercelli : Etwas nördlich im Hinterland gelegen, wird heute kaum mehr genutzt. Ihre Mauern erzählen vom mittelalterlichen Klosteralltag, handschriftlichen Ar...

Das „Pan de Fighe“ von Aurigo – vergessene Brote Liguriens, die kaum jemand kennt

  Das „Pan de Fighe“ von Aurigo – vergessene Brote Liguriens, die kaum jemand kennt Brot mit Feigen – aber anders, als man denkt Aurigo, kleines Bergdorf oberhalb von Imperia. Wenn man dort vom Pan de Fighe hört, denkt man zuerst an etwas Süßes. Stimmt nur halb. Dieses Brot ist kein Kuchen. Es ist kräftig, dunkel, rustikal – und wurde früher gebacken, um satt zu machen, nicht um zu glänzen. Feigen, Olivenöl, grobes Mehl, ein Rest Rotwein vom Vorabend. Klingt improvisiert? Ist es auch. Und genau das ist der Charme: Man nimmt, was man hat. Zutaten (für ein kleines Landbrot) (nach traditioneller, frei interpretierter Art) 350 g Weizenmehl (Type 1050 oder halb Weizen-, halb Roggenmehl) 150 g getrocknete Feigen 200 ml lauwarmes Wasser 20 ml Olivenöl 5 g Salz 5 g frische Hefe oder 50 g Sauerteig (beides funktioniert) 1 EL Rotwein (optional, aber schön aromatisch) evtl. etwas Kastanienmehl (10–15 %), wenn du es herzhafter magst Tipp: In Aurigo wurde nie...

Pesto Genovese und andere Delikatessen aus Ligurien: Eine kulinarische Reise entlang der Riviera

Pesto Genovese und andere Delikatessen aus Ligurien: Eine kulinarische Reise entlang der Riviera Von unserer Korrespondentin in Ligurien Wenn das Licht am späten Nachmittag golden über die Olivenhaine von Ligurien fällt und eine frische Brise vom Ligurischen Meer durch die engen Gassen der Dörfer weht, dann liegt auch ein unverkennbarer Duft in der Luft: Basilikum, frisch gepflückt, kräftig und doch zart. Es ist das Herzstück einer der berühmtesten Delikatessen der Region – Pesto Genovese. Die grüne Essenz Liguriens Pesto Genovese ist weit mehr als nur eine Sauce. Es ist eine Institution. Seine Ursprünge reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert, doch das Rezept ist in Wahrheit älter – überliefert durch Generationen, variiert von Dorf zu Dorf, aber immer mit Bedacht und Würde behandelt. Das originale Rezept verlangt frischen Genueser Basilikum (Ocimum basilicum), kaltgepresstes Olivenöl aus Ligurien, Pinienkerne, Parmigiano Reggiano, Pecorino, Knoblauch und grobes Meersalz – alles in eine...