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Wenig bekannte Abteien und verlassene Ortschaften in Ligurien

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Wenig bekannte Abteien und verlassene Ortschaften in Ligurien Ligurien ist mehr als die Küstenstädte Portofino oder Cinque Terre. Hinter den touristischen Hotspots liegen Orte, die fast vergessen wirken: alte Abteien, die kaum noch besucht werden, und Dörfer, die der Zeit trotzen, während die Bevölkerung schrumpft. Wer sich abseits der üblichen Pfade bewegt, findet Spuren einer Vergangenheit, die vom Klosterleben, der Landwirtschaft und dem Abwandern in die Städte erzählt. Verborgene Abteien: stille Zeugen der Geschichte Die Abteien Liguriens sind oft klein, unscheinbar und leicht zu übersehen. Beispiele dafür sind: Abbazia di San Fruttuoso : Zwar bekannt, aber nur per Boot oder langer Wanderung erreichbar. Gegründet im 10. Jahrhundert, diente sie als Rückzugsort für Mönche, Piraten und Reisende. Abbazia di Sant’Andrea di Vercelli : Etwas nördlich im Hinterland gelegen, wird heute kaum mehr genutzt. Ihre Mauern erzählen vom mittelalterlichen Klosteralltag, handschriftlichen Ar...

Zwischen Nebel, Mythen und alten Mauern – Liguriens Geschichten über Hexen und das Unheimliche

  Zwischen Nebel, Mythen und alten Mauern – Liguriens Geschichten über Hexen und das Unheimliche Liguriens Dörfer wirken manchmal, als hätten sie etwas vergessen. Oder besser gesagt: etwas behalten, das der Rest der Welt längst verdrängt hat. Alte Bräuche, seltsame Legenden, Gerüchte von Dingen, die man nicht sieht – aber irgendwie spürt. Besonders in einem Ort: Triora , hoch oben in den ligurischen Alpen, nahe der französischen Grenze. Triora – das „Dorf der Hexen“ Der Name fällt fast automatisch, wenn es um Hexengeschichten in Italien geht. Triora war im 16. Jahrhundert Schauplatz eines der berüchtigtsten Hexenprozesse des Landes. Zwischen 1587 und 1589 wurden hier Dutzende Frauen angeklagt, sich mit dem Teufel eingelassen zu haben. Angeblich hatten sie mit ihren Zaubern Missernten verursacht, das Vieh krank gemacht, Kinder verhext. Klassische Vorwürfe, wie man sie aus anderen europäischen Hexenprozessen kennt – nur dass sie hier, mitten in Ligurien, auf den rauen Hängen über...

Portofino: Wo die Riviera ihr schönstes Gesicht zeigt

Portofino: Wo die Riviera ihr schönstes Gesicht zeigt Ein Traum an der ligurischen Küste – zwischen Luxus, Natur und Geschichte Portofino – ein Name, der seit Jahrzehnten Synonym ist für mediterrane Eleganz, exklusive Zurückgezogenheit und postkartenreife Schönheit. Wer diesen kleinen Küstenort an der italienischen Riviera einmal besucht hat, wird ihn nicht vergessen. Zwischen smaragdgrünem Wasser, pastellfarbenen Häusern und steilen Pinienhängen entfaltet sich ein Szenario, das längst mehr ist als bloße Kulisse für Luxusyachten und Prominenz. Ein Fischerdorf wird zur Legende Was einst ein beschauliches Fischerdorf war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem Rückzugsort für Künstler, Intellektuelle und die internationale High Society. Schon Friedrich Nietzsche ließ sich vom Zauber Liguriens inspirieren – und auch später zog Portofino Namen wie Elizabeth Taylor, Sophia Loren oder heute Stars wie Beyoncé in seinen Bann. Dennoch gelingt es dem Ort, sich seine Authentizität zu bewahr...

Genua – Italiens stolze Hafenstadt zwischen Vergangenheit und Zukunft

Genua – Italiens stolze Hafenstadt zwischen Vergangenheit und Zukunft Von unserem Italien-Korrespondenten Genua – eine Stadt, die auf den ersten Blick schwer greifbar scheint. Eingekeilt zwischen dem ligurischen Meer und den steil aufragenden Apenninen, verschmilzt sie das Erbe einer glorreichen Seerepublik mit dem Pragmatismus einer modernen Industriemetropole. In den engen Gassen der Altstadt liegt der Atem der Geschichte, während am Hafen die Zukunft geplant wird – laut, geschäftig, kompromisslos. Zwischen Palazzi und Containerkränen Wer Genua besucht, spürt sofort die Spannung zwischen Alt und Neu. Die „Palazzi dei Rolli“, einst prächtige Adelsresidenzen, gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie erinnern an die Zeit, als Genua als „La Superba“, die Stolze, über das Mittelmeer herrschte. Gleichzeitig dominieren Kräne, Containerschiffe und logistische Großanlagen das moderne Stadtbild. Der Hafen von Genua zählt zu den bedeutendsten Frachtumschlagplätzen Europas – ein Rückgrat...